Beim Thema Vorsorge denkt man nicht selten „nur“ ans Sparen fürs Alter. Dies entspricht sicherlich einem allgemeinen Bedürfnis. Doch müssen auch andere Bereiche berücksichtigt werden, denn eine  komplette Vorsorge ist wesentlich vielschichtiger.

Eine richtige Vorsorge hat man dann getroffen, wenn folgende drei Segmente dem individuellen Bedarf entsprechend sichergestellt wurden:

  1. Lohnersatz bei Erwerbsunfähigkeit infolge Krankheit oder Unfall (Invalidität)
  2. Schutz der Angehörigen im Todesfall
  3. Einkommen im Alter

 

Auf dieser Basis beruhen auch die Vorsorgewerke des Staates, nämlich die 1. Säule (= AHV/IV) und die betriebliche Vorsorge, die 2. Säule (= Pensionskasse).

Die 1. Säule hat den Zweck, die Grundversorgung sicher zu stellen. Zusammen mit der 2. Säule, die diese Grundversorgung erweitert, sollten bei einem Jahreseinkommen bis CHF 84'240 etwa 60 Prozent des bisherigen Einkommens bei den drei erwähnten Kategorien sichergestellt werden.

 

Individuell vorsorgen ist essentiell
Mit der 3. Säule wird die persönliche Vorsorge getroffen. Dazu gehören auch das Eigenheim und die bereits erzielten Ersparnisse, die zumindest in der Altersvorsorge angerechnet werden können. Doch was geschieht bei Invalidität oder bei vorzeitigem Tod des Hauptverdieners mit dem Schutz der Hinterbliebenen?

Die Lösung dazu bietet eine Lebensversicherung. In erster Linie können darin der Todesfallschutz sowie Leistungen bei Invalidität versichert werden. Ein ergänzender Sparteil zur Erreichung der gewünschten Altersvorsorge ist meistens eingebaut. Verschiedene Vorteile zeichnen die Gesamtlösung aus; so sind beispielsweise alle drei Bereiche in einem Plan mitversichert, die Altersvorsorge kann optimal geplant werden und durch die Prämienbefreiung wird das Sparziel auch bei unvorhersehbaren Ereignissen erreicht.

 

Kombination von Bank und Versicherung als Variante
Die Lebensversicherung ist meist auf ein langfristiges Sparen ausgelegt und eine vorzeitige Auflösung kann – je nach bereits zurückgelegter Versicherungsdauer – empfindliche Kapitalverluste nach sich ziehen. Auch ist diese Sparvariante infolge der fix vereinbarten Prämien nicht so flexibel wie das Banksparen.

Das Sparen über die Bank beinhaltet hingegen keine Prämienbefreiung und bietet keinen Schutz bei Erwerbsunfähigkeit. In diesem Fall kann das Erreichen des Sparziels aufgrund des verminderten Einkommens gefährdet sein. Zudem kann die durch das Banksparen mögliche Flexibilität die Erreichung des Sparzieles gefährden, wenn der Sparprozess nicht konsequent weitergeführt wird.

 

Es lohnt sich Ihre bestehende Vorsorgesituation zu analysieren. Oft ist es genau die Kombination der beiden Vorsorgevarianten, die optimal den Bedarf decken.